Gemeinsam durch die Betriebsratswahl 2022

Hier finden Sie Tipps, Informationen und Seminare rund um die BR-Wahl

Seminarplaner für Betriebsratswahl 2022

Sind Sie schon startklar für Ihre Betriebsratswahl 2022?

Vom 1. März bis 31. Mai 2022 steht in vielen Betrieben die nächste regelmäßige Betriebsratswahl an. Aber auch vor diesem Zeitraum werden neue Betriebsratsgremien gegründet und Arbeitnehmervertreter neu gewählt. Wichtig ist: Eine Betriebsratswahl braucht gute Vorbereitung! Wir führen Sie als Betriebsrat, als Kandidat und als Wahlvorstand sicher durch die Wahl – von den ersten Vorbereitungen bis zur konstituierenden Sitzung: Unsere Wahlexperten haben auf diesem Portal wichtiges Grundwissen, praktische Wahlhilfen, relevante Rechtsprechungen und passende Seminartipps für Sie zusammengestellt und praxisnah aufbereitet.

Susanne Helmer
Juristin und Referentin,
Seminarplanerin zum Thema Betriebsratswahl

Wir unterstützen Sie in Ihrer Rolle und Funktion

Egal, welche Rolle Sie bei der Betriebsratswahl spielen – ob Sie als neu kandidierender, amtierender Betriebsrat oder im Wahlvorstand tätig sind: Bei uns finden Sie die Informationen, die Sie für Ihre Aufgaben brauchen.

Top aktuell – neuer kostenloser Ratgeber

Wollen Sie gerade einen Betriebsrat gründen? Oder sind Sie aktuell in den Vorbereitungen für Ihre Betriebsratswahl? Und das mitten in der Corona-Krise? Dann ist dieser kostenlose Ratgeber zur BR-Wahl in Zeiten der Pandemie von unseren Wahl-Experten genau das richtige für Sie!

Unser Tipp: Kostenloses Webinar zur Betriebsratswahl

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Kandidieren oder nicht? Entscheidungshilfe für Betriebsratskandidaten

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Die richtige Wahl für Ihr Gremium Betriebsratswahl mit praxisnahen Seminaren!

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Holen Sie sich Sicherheit für jede Phase der Wahl

Nach unserem Wahl-Seminar sind Sie der Wahl-Experte in Ihrem Betrieb. Fragen der Kollegen können Sie souverän beantworten oder in unseren Unterlagen rasch nachschlagen. Und wenn es mal komplizierter wird, hilft Ihnen unser ifb-Wahl-Team schnell und unkompliziert weiter.

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Machen Sie sich das Leben einfach mit den ifb-Wahlhilfen

Sparen Sie sich Zeit mit über 50 Musterformularen und Checklisten. So erstellen Sie mit wenig Aufwand rechtssichere Wahlaushänge, Einladungen und Niederschriften. Unsere digitalen Wahlhelfer übernehmen die Rechenarbeit für Sie: Mit wenigen Klicks kommen Sie so zur richtigen Minderheitenquote und Sitzverteilung im Gremium.

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Treten Sie professionell auf — mit der passenden Ausstattung

Sie haben bei der BR-Wahl alles im Griff und das sieht man auch. Fristenrechner und Kalender sorgen für eine entspannte Planung und zeitgerechte Durchführung. Mit unserem Ablaufposter erklären Sie auch den Kollegen schnell, wie die Wahl abläuft. Und mit unseren Wahl-Postern und der ifb-Wahlurne sind Sie auch für Ihre Öffentlichkeitsarbeit und den Wahltag perfekt ausgestattet.

Video zur Betriebsratswahl: Wahlvorstand bestimmen

Ihr erster Schritt: Bestimmen Sie einen Wahlvorstand als Betriebsrat. Oder gründen Sie gerade einen BR? Auch für diesen Fall bekommen Sie in diesem Video wichtige Informationen, wie Sie Ihre nächste Betriebsratswahl professionell einleiten.

Die häufigsten Fragen zur Betriebsratswahl

Die regelmäßigen BR-Wahlen finden alle vier Jahre in der Zeit vom 1. März bis 31. Mai statt (2022, 2026, 2030 usw.). Dieser Zeitraum bezieht sich auf den eigentlichen Wahltag. Die Planungsarbeit muss vorher abgeschlossen sein. Als Wahlvorstand sollten Sie rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Nur so kommen Sie nicht in die Gefahr, auf halber Strecke ins Schwimmen zu geraten, in der Flut der Aufgaben zu ertrinken oder unter Zeitdruck zu geraten. Denn: Es gibt jede Menge zu organisieren und zahlreiche gesetzliche vorgeschriebene Fristen und Termine zu beachten. 

Tipp: Nutzen Sie unseren Wahlkalender, um alle Fristen im Blick zu behalten.

Das Gesetz unterscheidet zwischen den Arbeitnehmern im Betrieb, die wählen dürfen (aktives Wahlrecht) – die Wahlberechtigten – und denen, die sich wählen lassen können (passives Wahlrecht) – die Wählbaren. Das kann übereinstimmen, muss aber nicht. Die richtige Zuordnung gehört mit Sicherheit zu den schwierigsten Aufgaben des Wahlvorstands. Als Wahlvorstand müssen Sie eigenes Personal abgrenzen von Leiharbeitern und werkvertraglich Beschäftigten und Sie müssen wissen, wie Sie Praktikanten, Mini-Jobber, Langzeitkranke und viele andere Gruppen einordnen. Jede dieser Gruppen muss auf der Wählerliste korrekt mit aktivem und passivem Wahlrecht erfasst werden. Hier passieren schnell einmal Fehler – auch weil sich die zunächst richtige Zuordnung nachträglich wieder ändern kann.

Tipp: Nutzen Sie für die Erstellung der Wählerliste unser Musterformular. So stellen Sie sicher, dass Sie keine Personengruppe im Betrieb übersehen. Eine detaillierte Besprechung der vielen Sonderfälle erfolgt in unseren Seminaren anhand konkreter Beispiele.

Auch die richtige Einordnung, wer „leitender Angestellter“ ist, gehört zu Ihren Aufgaben als Wahlvorstand. Letztere werden nämlich nicht vom Betriebsrat, sondern vom Sprecherausschuss vertreten (§§ 5, 7, 8 BetrVG). 

Tipp: Nach § 2 Abs. 2 WO (Wahlordnung) ist der Arbeitgeber verpflichtet, Ihnen alle für die Anfertigung der Wählerliste erforderlichen Auskünfte zu erteilen und die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Weisen Sie ihn darauf hin und sagen Sie genau, was Sie wissen wollen.

Die Betriebsratswahl erfolgt grundsätzlich als Listenwahl (=Verhältniswahl). Eine Personenwahl (=Mehrheitswahl) findet nur dann statt, wenn im vereinfachten Wahlverfahren gewählt wird (dann immer Personenwahl) oder wenn im normalen Wahlverfahren nur eine Liste eingereicht wird. Findet die Wahl im normalen Wahlverfahren statt und werden beim Wahlvorstand zwei oder mehr gültige Vorschlagslisten eingereicht, so muss eine Listenwahl stattfinden. Der Wahlvorstand kann nicht beschließen, eine Personenwahl durchzuführen.

Das kommt darauf an, ob der Betriebsrat mittels Listen- oder Personenwahl gewählt wird. Bei der Listenwahl sind auf dem Stimmzettel untereinander alle gültigen Vorschlagslisten aufgeführt. Dabei sind die einzelnen Vorschlagslisten nicht vollständig abgedruckt, sondern lediglich das Kennwort sowie die beiden an erster Stelle benannten Bewerber jeder Liste (§ 11 Abs. 2 Satz 1 WO).

Bei der Listenwahl hat jeder Wähler genau eine Stimme (§ 11 Abs. 1, Satz 1 WO). Diese vergibt er, indem er die von ihm gewünschte Liste ankreuzt. Er kann keine einzelnen Kandidaten einer Liste herauspicken, sondern nur eine Liste im Ganzen wählen. Anders verhält es sich bei der Personenwahl. Hier sind auf dem Stimmzettel alle Bewerber einzeln aufgeführt (§ 20 Abs. 2 bzw. 34 Abs. 1 Satz 2 WO). Jeder Wähler hat hier so viele Stimmen wie Betriebsräte zu wählen sind. Soll also beispielsweise ein fünfköpfiger Betriebsrat gewählt werden, so hat jeder Wähler fünf Stimmen, die er auf die verschiedenen Kandidaten verteilt.

Hinweis: Wähler dürfen auch weniger Bewerber ankreuzen, als Betriebsräte zu wählen sind. Dies macht den Stimmzettel nicht ungültig. Werden jedoch mehr Kreuze gemacht, als Betriebsräte zu wählen sind, ist der Stimmzettel ungültig.

Tipp: In jedem Fall sollten Sie als Wahlvorstand oben auf dem Stimmzettel vermerken, wie viele Stimmen jeder Wähler im konkreten Fall hat.

Die nötigen Dokumente zur Briefwahl sind als klar nummerierte Aufzählung in § 24 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 bis 5 in der Wahlordnung enthalten. Dazu gehören 
•    das Wahlausschreiben
•    die Vorschlagslisten
•    der Stimmzettel und der Wahlumschlag
•    eine vorgedruckte Erklärung zur persönlichen Stimmabgabe
•    ein Freiumschlag, der die Anschrift des Wahlvorstands und als Absender den Namen und die Anschrift der oder des Wahlberechtigten sowie den Vermerk „schriftliche Stimmabgabe“ trägt.
Zusätzlich ist in der Wahlordnung auch noch von einem „Merkblatt“ über die Art und Weise der schriftlichen Stimmabgabe die Rede.

Tipp: Greifen Sie für dieses Merkblatt auf die Mustervorlage in unseren Downloads zurück. Darin sind alle vom Gesetz geforderten Angaben enthalten.